Gestern kam ich in den Genuss, Skyline in der Sneak Preview in Bochum sehen zu können. Dass das Ganze allerdings überhaupt kein Genuß war werde ich in meinem Review verdeutlichen.
Skyline ist storytechnisch ein Mashup aus Independence Day und Cloverfield. Alien greifen die Erde und sammeln Menschen, um ihnen die Gehrine zu entnehmen. That’s all. Um mehr gehts wirklich nicht. Besonders freizügig bedient sich Skyline allerdings auch an diesen und weiteren Filmen. Die kleinen Flugalien sehen fast zu 100% wie die Drohnen aus dem dritten Matrix Teil aus. Die großen Kreaturen wirken fast zu 100% wie das Cloverfield Monster, nur mit Tentakeln in den Armen.
Die Charaktere des Films sind ebenso stereotyp wie absolut vorhersehbar und simpel gestrickt. Da ist schwarze Superschauspieler (oder Rapper?), gespielt von Turk, äh Donald Faison, mit der blonden Obertussi. Dann sind da noch die Protagonisten, bei denen sie natürlich schwanger sein muss. Er hingegen wirkt in manchen Szenen wie Prinz Valium, in der nächsten dann wieder voller Elan und wie auf Speed. Und dann gibt es noch den Hausmeister oder Hoteldirektor, man weiß es nicht. Dieser entwickelt urplötzlich den starken Drang die Gruppe zu beschützen und flüchtet mit ihnen raus udn wieder rein und hatte wohl zum Frühstück die John-Rambo Müsliflocken.
Die Handlungen der Charaktere sind ebenso wirsch wie die Charaktere selbst. Die Idee, sich zum Hafen durchzuschlagen ist soo grandios, dass sie nur zum Scheitern führen kann. Ich mein alles ist voller tödlicher Aliens, außer auf dem Wasser! Ergo haben die Aliens Angst vor Wasser. Ergo ist man auf dem Wasser in Sicherheit. Leider stoppt das o.g. Cloverfield Monster die Flucht aus dem Hotel recht zügig.
Hello world!
Dass ein Scififilm nicht immer logisch ist lässt sich nicht vermeiden, aber muss es denn so dämlich sein? Die Welt geht unter, alle Menschen sterben, bzw werden enthirnt, und die Uschi hat keine größeren Probleme als dass die blonde Tante sich eine Zigarette ansteckt. Außerdem sind mir an vielen Stellen Filmfehler aufgefallen, vor allem in Bezug auf das Rollo. Mal da, mal weg. Muss das sein?
Auch das Ende hat nichts anderes als ein Stöhnen im Publikum erzeugt. Ich mein, dass alle sterben war vorhersehbar, aber musste der Typ auch noch eine Art Übergehirn haben? Hätte es nicht gereicht, wenn die beiden zum Schluss einfach enthirnt worden wären?
Auch das Militär macht eine denkbar schlechte Figur. Über LA eine Atombombe abzufeuern zeugt schon von einer gewissen Verzweiflung. Umso erstaunlicher, dass ein paar Soldaten auf den Häuserdächern die Stadt retten sollen.
Hello world!
Insgesamt ist Skyline ein wirklich grottiger Film, der die Mühe der Rezension eigentlich gar nicht wert ist. Die Effekte sind ok, aber die Story ist mehr als flach. Die Charaktere sind nur Randfiguren am Rand einer schlechten Alieninvasion. Warum die Autoren sich so freizügig an anderen Filmen bedienen und dann so einen Schrott abliefern bleibt unverständlich.
Spart euch das Geld und geht nicht ins Kino! Wenn doch, erwartet bloss nichts und stellt euch auf eine wirre Story, schlechte Charaktere und einen kurzen aber unsehenswerten Film ein.