Harry Potter 6 Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Aktuelles, Filme | Posted on 29-07-2009

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harry_potter_und_der_halbblutprinz_teaserHarry Potter 6 formely known as Harry Potter und der Halbschlafprinz

Bitte liebe Potteristen verschont mich mit Drohbriefen, aber der aktuelle Harry Potter Film war vor Langeweile kaum zu ertragen.

Zunächst zur Story: Harry Potter, der Auserwählte, wird vom alterschwachen Professor Dumbeldore damit beauftragt, die wahren Erinnerungen von Professor Sofa im Bezug auf Voldi herauszufinden. Ein schreckliches Geheimnis wird dabei offenbart – achja und jede Menge pubertärer Knutsch- und Fummelarien.

Harry Potter kann mich als Nichtleser nicht überzeugen. Mit seinen drei Stunden plätschert der Film meist langweilig vor sich hin, nur um dann in der letzten halben Stunde alles an Inhalt zu bringen, was die anderen zwei Stunden nicht geschafft haben. Diese ganzen “Sie liebt ihn und er die andere” Geschichten zwischendurch nerven einfach total und konnte bei mir, im Gegensatz zu allen anderen Kinobesuchern, keine Lacher hervorrufen. Ich glaube, aus dem Alter wo ich Teeniefilme toll fand bin ich lange raus.

Hello world!
Im Endeffekt beschränkt sich die Handlung des Film auf zwei Dinge: Voldi (süß oder?) hat sieben Sachen, in denen er seine Seele versteckt. Dumbeldore plümst die Brüstung runter und schlägt unsanft und tot auf dem Asphalt auf. Alles weitere beschränkt sich wirklich auf unwichtiges Blabla, das weder fesseln, noch erheitern kann.
Hello world!

Insgesamt kann Haryy Potter nicht überzeugen. Wäre der Film nur 90 Minuten gewesen, wäre mein Urteil vielleicht weniger vernichtend ausgefallen, in dieser knapp drei Stunden Fassung hat mich der Film einfach nur gelangweilt.Als Nichtleser habe ich große Teile erst gar nicht verstanden. Insofern freue ich mich auf die erste Gastrezension meiner Freundin, die die Bücher allesamt gelesen hat. Ich bin gespannt.

Nerdsnacks meint: 3/10 Punkten

Und hier wie versprochen die Rezension meiner Freundin:

Wilde Knutschereien, Gefühlschaos und minimaler Inhalt…

… nein, die Rede ist nicht von einem neuen Teeniefilm, sondern vom neuen Harry Potter Film „Harry Potter und der Halblutprinz“.

Inhaltlich wurde in dem Film meiner Meinung nach viel weggelassen. Die Erinnerungen, die Dumbledore zusammengetragen hat, um Lord Voldemort ( der in dem Film nicht ein einziges Mal vorkam) zu stoppen, wurden auf ein Minimales reduziert. Den Hauptteil des Filmes nahmen die pubertären Liebesgeschichten a la „er liebt mich er liebt mich nicht“ der Darsteller untereinander ein.

Der Tod Dumbledores war im Film verglichen mit dem Buch wenig spektakulär. Snape zaubert, Dumbledore stürzt vom Turm.
Der Film zog sich unendlich lange hin, sodass man in der Pause dachte, wann denn nun endlich die Handlung des Films einsetzend würde. Als fleißige Leserin der Bücher konnte ich mir vieles, was in dem Film nicht gezeigt wurde zusammenreimen, aber für jemanden, der den Film nicht gesehen hat, war ein Verstehen kaum möglich.

Wirklich gut in dem Film waren die Effekte, wie etwa Dumbledores Feuerwalze oder die Zerstörung der Towerbridge. Auch die Kulissen wussten zu überzeugen.
Insgesamt kann ich sagen, dass der neue Harry Potter viel vom Charme der anderen Filme verloren hat und war bezogen auf die Kürze des Inhalts viel zu lang. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass die Schauspieler nicht mehr in diese Handlung reinpassen. Ich hoffe wirklich, dass die nächsten beiden Filme (aus Teil Sieben werden zwei Teile gemacht) besser sind.

5 von 10 Punkten

Brüno Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Aktuelles, Filme | Posted on 15-07-2009

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Den Kinodienstag zu nutzen ist eine tolle Sache. Vor allem, wenn man sich Brüno in OmU (Original mit Untertiteln) anschaut.
Bereits bevor auch nur ansatzweise etwas vom Film zu sehen ist, beginnt bereits der erse WTF-Moment, von denen der Filme einige bereit hält.
Passenderweise spielt Brüno für den Anfang seines Films Nessaja von der philosophischen und nachdenklichen Band Scooter. Es gibt definitiv einen Grund, warum ich House-Musik hasse. Wie dem auch sei, Brüno ansich ist mehr noch als Borat kein zusammenhängender Film sondern eher eine Episodenansammlung. Allerdings benötigt der Film auch überhaupt keine Story, da ich von einem Gröhler zum anderen geschlittert bin. Die “Story” ist entsprechend simpel gehalten: Brüno, Moderator des österreichischen Modemagazins “Funkyzeit” passiert mit seinem Klettverschluss-Anzug bei der Mailänder Modewoche einige Fauxpas, sodass er sich nach einer neuen Beschäftigung umsehen muss – ein Karriere als Superstar in den USA. Dass das auf Anhieb nicht direkt klappt kann sich wohl jeder denken.
Der Film Brüno macht Spaß. Vorrausgesetzt man schaltet zwischen durch seine Schmerzgrenze komplett ab. Ich glaube sagen zu können, dass ich in einem Film nie zuvor so viele Schwänze, Dildos und Arschlöcher gesehen habe. Die PC-Schwelle wird dabei deutlich überschritten, was Brüno aber nur noch umso interessanter macht. Wenn Brüno als aufgestylter Jude von orthodoxen Juden gejagt wird, einen Israeli fragt, was er gegen Humus (nicht Hamas) habe oder wenn er einem Terroristen der Al Aqsa Brigaden sagt, dass ihr König Osama mit seinem Bart aussehe wie ein dreckiger Zauberer oder obdachloser Weihnachtsmann entsteht bei mir eine Mischung aus Fremdschämen und lautem Gelächter.
Brüno kann überzeugen. Die interviewten Personen entlarven sich zwar nicht so stark wie bei Borat, nichts desto trotz hatte ich nach dem Film echte Rachenschmerzen vom vielen Lachen. Einzig nervig war, wenn brüno auf “Deutsch” mit Lutz, seinem Assistenten, gesprochen hat. Das war natürlich nicht untertitelt (ich denke im am. Original waren genau diese Dialoge in englisch untertitelt) und aufgrund von Cohens Englisch-österreichem-Deutsch sehr schlecht zu verstehen.
Insgesamt wird Brüno aber auf jeden Fall der erolgreichste Österreicher aller Zeiten – gleich nach Hitler.

Bewertung: 8/10 Punkten

Ice Age 3 Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Filme | Posted on 08-07-2009

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ice_age_3Gestern abend nutzte ich den Kinodienstag und begab mich in die 20:30 Uhr Vorstellung von Ice Age 3.
Die Handlung lässt sich relativ kurz fassen: Weil Manni (das Mammut) Papa wird, will Sid (das Faultier) auch Papa werden und findet drei Eier. Die gehören aber Mama Tyrannosaurus, die sich die Eier mitsamt Sid wiederholt und in die “Unterwelt” mitschleppt.
Insgesamt war Ice Age 3 ganz nett. Die Charaktere haben sich zwar meiner Meinung nach kein Stück weiterentwickelt, ich habe aber auch nichts anderes erwartet. Sid ist immer noch das trottelige Faultier, dass von einem Fettnäpfchen in das nächste tritt, Diego (der Säbelzahntiger) hatte fast etwas opahaftes an sich und Scrat (das Urzeit-Eichhörnchen) lässt für wenige Szenen die Nüsse außer Acht, um einem Weibchen zu imponieren.
So witzig einige Slapstickstellen auch waren, so unlogisch war das ganze Setting. Unter der Eisoberfläche sollte sich noch eine weitere Schicht befinden, die voll mit Dschungel und Dinos ist. Woher das Sonnenlicht kam wurde natürlich nicht aufgeklärt, genausowenig wie die Frage, warum Mama Rex ihre Eier in einer weit entfernten Eishöhle positioniert.
Im Endeffekt gab es nicht mal Bösewichte in dem Film, denn Mama Rex hat Sid richtig lieb gewonnen und der Über-Saurier, dessen Proportionen sich jedes Mal unterschieden, sollte nur als Spielpartner für das bekloppte Vetereanen-Mungo-Viech dienen.
Vielleicht bin ich mittlerweile einfach zu anspruchsvoll geworden, oder aber ich bin es leid, immer nur dieselben gleich Charaktere zu sehen. Terminator 4, Transformers 2, Ice Age 3, Shrek 4 usw… ist Hollywood so unkreativ geworden, dass immer wieder Neuaufgüsse gemacht werden müssen?
Insgesamt bietet Ice Age 3 nette Unterhaltung, einige witzige Stellen, viel bereits Gesehenes und ein Eichhörnchen, dass gerne Running-gag sein möchte, es aber nicht über ein “ach der schon wieder” hinausschaft.
Summa summarum: 5/10 Punkten

Transformers 2 Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Filme | Posted on 26-06-2009

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Transformers 2 oder “Das Bayperium schlägt zurück”transformers-2

In vielen Rezensionen ist Transformers 2 regelrecht zerrissen worden. Ich muss an dieser Stelle und in meinem Review das Gegenteil behaupten beziehungsweise widersprechen.

Ja, Transformers 2 ist im Prinzip schlecht. Allerdings nur auf der Ebene der Handlung und der Dialoge. Was bleibt denn dann noch, fragt ihr? Die Action! Und die beherrscht Michael Bay sehr gut in Szene zu setzen.

Zunächst zur Story: Die Decepticons wollen aus unserer Sonne neue Energie ziehen (und sie damit zerstören). Megan “Ich schmelz dahin” Fox und Shia LaBoom wollen das natürlich verhindern. Die Decepticons benötigen für die Aktivierung dieser “Weltvernichtungsmaschine” allerdings eine komische Transformers-Matrix.

Soviel zur Handlung, denn vielmehr an Handlung bietet der Film auch nicht. Die Charaktere sind teilweise nervig, teilweise sehr sexy (Megan!) und teilweise typische Stereotypen (Internetnerd). Das macht den Film zwar erträglich aber es fehlt eine echte Sympathiefigur. Shia LeBeau hat mich jedenfalls als viel zu alter Collegeneuling nicht überzeugen können. Die Dialoge des Film könnten von Dan Brown sein. Hauptsatz. Hauptsatz. Hauptsatz. Ende. Wer auch immer den Plot und die Dialoge für Transformers 2 geschrieben hat gehört an den Pranger in Jordanien!
Neben so viel Flachheit und auf Megan Fox abzielende Sexyness (bei mir hat’s funktioniert!) kann Michael Bay aber vor allem eines sehr gut: 147 Minuten knallharte Action mit jeder Menge Badabumm.

Man merkt dem Film zwar deutlich seinen promilitärischen Unterton an, das stört aber nicht weiter, da gegen Decepticons nunmal keine Diplomatie mehr hilft. Zugegeben an einigen Stellen musste ich auch schmunzeln, der Film nimmt sich keinesfalls ganz ernst. Einige Elemente waren allerdings auch sehr bizarr und störend. Der kleine RC-Auto-Roboter, der zu Beginn den Splitter mopsen möchte nervt nicht nur mit schlechten Sprüchen, er läuft später auch zum Thema “Megan” über und versucht seine “Herrin” ans Bein zu rammeln wie ein notgeiler Rüde. Unlogischerweise verschwindet er danach komplett und taucht auch nicht mehr auf.

Bei all den Unkenrufen bleibt die Frage, warum ich Transformers 2 trotzdem nicht so schlecht fand. Vielleicht lag es daran, dass ich von vornherein nichts erwartet habe außer 147 Minuten mächtig Badabumm. Und das hat Bay wirklich hingezaubert. Er zerstört nahezu alles, was im Film vorkommt: College, Pyramiden, Flugzeugträger, einfach alles. Daher sprachen für mich nach dem Film vor allem zwei Dinge für den Film. Zum einen die gerade erwähnte sehr gut inszenierte Action, zum anderen aber auch Megan Fox. Die kann zwar schauspielerisch wenig überzeugen, sieht aber einfach geil aus. Bei jedem Kuss zwischen Shia LaBello und Megan entkroch mir ein designiertes Stöhnen. Sie ist einfach die sexiest Woman alive, auch mit Klumpdaumen.
Insgesamt war Transformers in Ordnung, hatte viele Schwäche, konnte aber in seiner Kerndisziplin, der Action, überzeugen.

Ich würde dem Film 5/10 Punkten geben.

Kane & Lynch – Dead Men Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Games, PC | Posted on 22-05-2009

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kane-lynch-1Nachdem ich mir vor einigen Tagen für einen Zehner das Spiel Kane & Lynch – Dead Men zugelegt habe, sollte der gestrige Feiertag zum Spielen genutzt werden. Das enttäuschende Ergebnis: Die Installation hat fast länger als das Spiel gedauert.

Kurz die Geschichte: Kane ist ein verhafteter Söldner, der gerade auf dem Weg zur Hinrichtung ist, als andere Söldner ihn befreien und mit seinen ehemaligen Auftraggebern schleppen. Was genau im Vorfeld passiert und wieso Kane andauernd als Verräter bezeichnet wird, bleibt leider ungeklärt. Jedenfalls drohen die Gangsterbosse Kanes Frau und Tochter zu lynchen, wenn er nicht die Beute heranschaffe, die er versteckt hatte. Das Spiel beginnt direkt sehr actionlastig mit der Befreuung aus Polizeihand und geht auch strikt linear so weiter. Ich glaube nie zuvor in einem Spiel so viele Polizisten erschossen zu haben.

Das Spiel wirbt damit, dass Kane und Lynch unverbrauchte Charaktere seien, was auch durchaus zutreffend ist. Was nützen mir aber unverbrauchte Charaktere, wenn ich aufgrund fehlender Hintergrundgeschichte nicht wirklich warm mit Ihnen werden kann. Kane hat wohl irgendwie die Beute gesichert, weil er dachte, alle seien tot. Oder so. Lynch, der eher Psychopat als Söldner ist muss andauernd Pillen einschmeissen, um nicht Amok zu laufen und durch die Gegend zu schießen. Angeblich hat er selbst seine Frau ermordet, allerdings bleibt auch dies völlig im Dunkeln.

Leider ist die Story ebenso oberflächlich wie kurz. Innerhalb weniger Stunden hatte ich das Spiel durch, denn das Spielprinzip ist immer das Gleiche: Töte jeden. Die einzigen Stellen, an denen ich Schwierigkeiten hatte, war die Baustelle. Dort soll das Töchterchen von einem Riesen-Kipplaster überfahren werden. Einzig sinnloses Geballer auf den Fahrer kann den Truck stoppen.

Die KI ist mit Sicherheit auch das größte Manko des Spiels. Die Gegner sind einfach dumm. Nicht nur, dass sie erst bei Annäherung auf mich reagieren, sie bleiben auch vollkommend verblödet stehen und schießen. Auch durch Kreuzfeuer laufen für die Jungs kein Problem, sie sterben eh und das wissen sie auch.

Nichts desto trotz ist Kane & Lynch kein schlechtes Spiel. Die Grafik ist in meinen Augen, abgesehen von kleineren Clippingfehlern, in Ordnung und der Sound kann auch überzeugen. Das Spielgefühl ist verdammt gut und macht Spaß, wäre das Spiel nur nich so kurz geraten.

Bis zum Schluss hatte ich gehofft, zu erfahren, worum es bei dem Spiel wirklich geht. Man holt einen Koffer, in dem irgendetwas drin ist (Pulp Fiction lässt grüssen) und lässt sich unentwegt als Verräter beschimpfen. Das Ende ist dann ebenso kurz, wie das ganze Spiel: Entweder man flieht mit der Tochter und gilt wieder als Verräter oder man rettet einen überlebenden Kumpanen, der aber auch stirbt und verliert fast seine Tochter, da sie angeschossen wird.

Den Mehrspielermodus konnte ich leider nicht testen, da ich über den ganzen Tag verteilt niemanden finden konnte, der auch online spielt. Schade eigentlich.

Pro:
- gutes Spielgefühl
- sehr gutes Handling
- regenerative Gesundheit und Wiederbeleben durch Adrenalinspritzen

Contra
- dämliche KI
- sehr kurze Kampagne
- enttäuschendes Ende
- nebulöse Story

Grafik: 7/10 Punkten
Sound: 8/10 Punkten
Spielspaß: 6/10 Punkten

Insgesamt: 5/10 (Abzüge wegen kurzer Kampagne und schwacher Story)

Hier das erste Level, allerdings sah die Grafik bei mir deutlich netter aus:


(Youtube Direktkane)

Illuminati Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Filme | Posted on 19-05-2009

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Gestern abend war es soweit: Nach langem für und wieder habe ich mich doch entschlossen Tom Hanks bei der Verfolgung der Illuminaten zuzuschauen.

Die vier Elemente

Die vier Elemente

Insgesamt konnte Illuminati nicht überzeugen. Was das Buch noch an hektischer Spannung aufbauen kann, vermasselt der Film vollends. Zu keinem Zeitpunkt habe ich im Kino gesessen und wirklich Anspannung empfunden.

Kurz zum Inhalt: Jemand klaut Antimaterie und will damit den Vatikan in die Luft jagen. Vorher sollen aber noch vier Kardinäle hingerichtet werden. Tom Hanks alias Robert Langdon bleiben insgesamt fünf Stunden um den klerikalen Super-Gau zu verhindern.

*Spoiler ahead*
So spannend sich das Buch liest, desto schnöder ist der Film. Hanks passt einfach nicht in die Figur (das hat er auch in Sakrileg schon nicht) und strahlt eine valiumeske Ruhe aus, die seines gleichen sucht. Zudem ist die Synchro derart seltsam, dass ich mich immer gefragt habe, ob Hanks Synchrostimme gewollt so unglaublich nasal spricht oder ob er einfach nur erkältet ist.

Aber auch die anderen Figuren bleiben unglaublich blass. Vittoria, der weibliche Sidekick des Symbologen, scheint die Wikipedia gefrühstückt zu haben. Sie kennt sich nicht nur mit Physik, Biochemie aus, sie kennt sämtliche Medikament und Nebenwirkungen und weiß zusätzlich noch genau, wo welche Kirche und Kapelle in Rom steht. Und das ist auch genau das, was mich an dem Film so unglaublich genervt hat: Im Buch wird Scherlock-gleich kombiniert und gerätselt – im Film hat Hanks eine Idee und die stimmt. Dass McGregor als Hauptdrahtzieher hinter der ganzen Sache ebenso einfallslos wie langweilig rüberkommt verwundert kaum noch. Selbst der Killer wirkte seltsam unbeseelt und langweilig.
*Spoiler ende*

Insgesamt ist Illumati ein fast durchgehend öder Film, der, wenn man das Buch gelesen hat, erst recht enttäuscht. Keine der Charaktere konnte mich überzeugen, einzig die Musik von Hans Zimmer hat mir gefallen.

4/10 Punkten

Wolverine Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Aktuelles, Filme | Posted on 15-05-2009

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Wolverine ist das zweite Prequel, welches ich mir angesehen habe. Nach Star Trek ist Wolverin der zweite Film, der vor der eigentlichen Reihe (X-Men) spielt.
Zunächst: Wolverine ist in Ordnung. Kein Kracher, aber solide Action. wolverine
Ich kann schon verstehen, warum Hugh Jackmann zum “sexiest man alive” gewählt worden ist. Leider ist Jackmann auch der einzige Darsteller, der wirklich überzeugen kann und mehr oder weniger seiner Linie treu bleibt. Kurz zur Story: Logan hat von Kindheit an eine seltsame Krankheit, die ihm Superkräfte verleiht: er ist fasst unverwundbar, heilt schnell und kann Krallen aus den Händen ausfahren. Zusammen mit seinem Bruder, der auch Superkräfte hat, wird er Mitglied einer Spezialeinheit. Doch wer gehört zu den Guten und wer zu den Bösen?

*Spoiler ahead*
Da Wolverine sehr alt ist (gute 150 Jahre), kämpft er natürlich zusammen mit seinem Bruder sämtliche amerikanischen Kriege durch (Sezession, WWI, WWII, Vietnam). Doch sein Bruder hintergeht ihn irgendwann und beginnt den Rest der Elite-Truppe zu töten. Bis er sich beim Endkampf dann doch dazu entscheidet, für seinen Bruder zu kämpfen. Und genau das ist es auch, was an dem Film unglaublich nervt. Die Charaktere sind so durchschaubar und wechselhaft, dass man kaum Lust hat, sich auf sie einzulassen.
Ich hatte das Gefühl, die Autoren mussten unbedingt alles X-Men-relevante in zwei Stunden pressen zu müssen. Die eigentliche Geschichte ist denkbar einfach gehalten. Der oberböse Schwächling von Colonel will die Superkräfte der Mutanten stiebitzen und so einen eigenen Super-Mutanten aus seinem Sohn basteln. Dass der am Ende etwas kopflos ein halbes AKW zerlegt ist ebenso unsinnig wie urkomisch. Leider musste am Ende des Film unbedingt noch ein halb computeranimierter Professor X reingepresst werden musste, war überflüssig. Frei nach dem Motto “Ihr könnt mir vertrauen – kommt mit mir. Fremden könnt ihr immer vertrauen!” folgen als Mutantenkinder treudoof in den Heli.
Wer bis zum Ende des Films sitzen bleibt, wird belohnt: Wolverine sitzt in einer Bar und betrinkt sich. Nicht aber um zu vergessen, sondern um sich zu erinnern. Sehr tiefgründig.
*spoiler end*

Insgesamt ist Wolverine ein nett gemachter Actionfilm, dem es allerdings sowohl an inhaltlichem als auch an charakterlichem Tiefgang fehlt. Wer die Comics gelesen hat, wird sich das ein oder andere mal fragen, ob die Drehbuchautoren die Comics jemals gelesen haben. Hugh Jackmann überzeugt als Held, alle anderen Figuren wirken farblos.
Wer einen nettes Popcorn-Abend erwartet, wird nicht enttäuscht. Wer sich etwas mehr mit der Materie auskennt, wird wahrscheinlich etwas enttäuscht aus dem Kino kommen.

Star Trek – Review

Posted by Nerdsnacks | Posted in Aktuelles, Filme | Posted on 08-05-2009

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Star Trek – Oder wie ich lernte, den Spock zu lieben

Nachdem ich gestern abend endlich Star Trek sehen konnte, bin ich danach mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen. Der Film war rundum gut. Keine übermäßige Action, keine total absurden Stories – kurz: genau das, was ich von einem Star Trek Prequel erwartet hatte.

Spoiler ahead!

Die Story ist relativ einfach gestrickt: Romulaner verliert seinen Planeten, weil Spock verpennt hat. Romulaner rächt sich an Spock und der Föderation. Eigentlich hasse ich ja Zeitreisen aber hier war es durchaus schlüssig. Durch die Zerstörung von Romulus ist ein schwarzes Loch entstanden, welches die Romulaner (und Spock mit seiner Mini-Schiff) in die Vergangen zurückwirft. Da will der Romulaner, er heißt Nero, Spock abfangen und ihm zeigen, wie es ist den Planeten zu verlieren. Klappt auch, Vulkan ist Matsche.

Die Charaktere sind ebenso liebenswürdig, wie sorgsam ausgewählt. Auch wenn einige der Schauspieler von damals bereits tot sind, ist die Täuschung perfekt. In vielen Moment hatte ich gedacht “Hey da liegt doch der junge Kirk!”. Einzig Scotty, gespielt von Simon Pegg, passte meiner Meinung nach nicht ganz auf den richtigen Scotty, aber der war eh mehr eine Nebenfigur, hauptsächlich ging es um Kirk und Spock und die waren wirklich gut gespielt. Falls in der Zukunft wirklich alle Kadettinnen mit kurzer Uniform und Stiefeln rumlaufen, lasse ich mich schockgefrieren und gehe später zur Raumakademie.
Ebenso witzig und gut gemacht waren Zulu und Chekow, vor allem der junge Chekow war einige Lacher wert mit seinem abgebrochenen Akzent. Daher erklärt der Film auch sehr gut, wieso Chekow in der Serie soviel jünger war und McCoy soviel älter. McCoy ist sowieso einer der ganz großen Charaktere des Films. McCoys Zynismus hat mich bis heute geprägt und der Film bringt diesen ebenso gut rüber.

Ich hatte anfangs Befürchtungen, dass es bei dem Film wie bei einem üblichen Rollenspiel abgeht: “Ihr trefft einen Fremden (ein anderer Spieler)”. “Ihr seht vertrauendswürdig aus, wollen wir zusammen Abenteuer bestehen?”
Genauso das Gegenteil passiert im Film. Kirk und Spock können sich am Anfang überhaupt nicht leiden und entwickeln zum Ende hin eine Art Freundschaft. Die anderen Charaktere werden ohne großes Hauruck eingeführt und fügen sich passend in die Enterprise Crew.

Summa summarum ist Star Trek nicht wie von mir erwartet der actionlastige Möchtegern Enterprise-Serien-Film, sondern ein wirklich würdiges Prequel. Die Story des Films wird teilweise zur Nebensache, da die Charaktere und deren Entwicklung wesentlich spannender erscheinen.

Star Trek – empfehlenswert!